8 Tipps gegen Schreibblockaden

Das Jahr hat begonnen und Du findest nach einem Dreivierteljahr Bloggen oder einer feiertagsbedingten Pause nicht wieder ins Schreiben zurück? Wochen vergehen und die Muße zum Schreiben kommt nicht?

So geht es mir seit dem 1. Januar. Und – so scheint es mir, einigen Anderen auch.

Wie bekommt man also nun den Spaß am Schreiben zurück? Das möchte ich versuchen, mit Euch herauszufinden, und im Folgenden einige Vorschläge für den Umgang mit der Blockade machen.

1. Kühlen Kopf bewahren

Ich gehe davon aus, dass jeder, der viel schreibt, mal das Problem kennenlernt, nicht weiterzuwissen. Schreiben ist aber auch ein kreativer Prozess. Von daher kann man Leistung sicher nicht unendlich erzwingen. Und in der Regel entsteht so eine Blockade bestimmt nicht aus einem Moment der Inaktivität heraus. Sondern weil das Alltagsgeschäft einfach auch fordert und ein kleiner Tropfen das Fass zum Überlaufen bringen kann.
Es könnte also helfen, sich einmal zurückzulehnen und sich klar zu machen, dass man doch bereits eine Menge wuppt.

2. Achtsamkeit: was beschäftigt Dich gerade?

Jeder Tag hält für uns Momente bereit, die uns aufmerken lassen. Sei es die wiederholte Verspätung der Bahn, der Stau auf dem Weg zum Termin, eine sonstige lange Wartezeit, etwas, was man beiläufig hört, das Computerprogramm, das nicht läuft, das Essen in der Kantine … all diese Dinge beanspruchen für eine Weile unsere Aufmerksamkeit und manche wirken später noch nach.

Was davon wirst du der Lieblingskollegin oder dem Lieblingskollegen beim Kaffee oder einer Zigarette erzählen und warum? Bist du mit ihrer/seiner Reaktion einverstanden? Was hat dir gefallen oder dich gestört und wieso?

3. Notizen machen

Manche Rechercheaufgaben lassen sich im Voraus erledigen. Das ist eine der Techniken, die mir bei den Musikbeiträgen gerade hilft. Ein Künstler hat nicht 2003 ein Album veröffentlicht, sondern 2007? Der Song, an den du gerade denkst, ist nicht 2005, sondern 2011 herausgekommen? Halte es trotzdem fest, denn die Zeit, die du eben investiert hast, soll nicht sinnlos gewesen sein.

4. Deadlines nutzen

Klingt komisch, ist aber ernst gemeint. Ein Artikel braucht eine gewisse Zeit für die Erstellung. Die muß man sich also nehmen. Wenn die Aufgabe erledigt ist, kann man sie aber gedanklich wie materiell abhaken. Auch das Schaffen von Strukturen kann man lernen.

5. Konzentration auf das Wesentliche

Mit etwas Schreiberfahrung weiß man in der Regel, wieviel Zeit etwas braucht. Also kann man sich genau dieses Zeitfenster blocken – in der Zeit macht man dann nichts anderes, als am Artikel zu arbeiten. Handelt es sich um eine Artikelreihe, sind Recherche-Abschweife bis zu einem gewissen Grad erlaubt, sollten aber auch alle notiert werden.

Meistens weiß man ja, wieviel Umfang gut angenommen wird. Und wenn es keine weiteren Fakten gibt, die zur Klarheit beitragen, muss man auch keine aufnehmen.

6. Feedback annehmen

Unsicherheit sorgt oft dafür, dass man perfektionistisch wird. Die Chancen stehen also gar nicht so schlecht, daß der Artikel besser aufgenommen wird, als man erwartet hat.

Ein Grund zur Freude, nicht wahr? Nehmt euch die Zeit, die Erleichterung auszukosten.

7. Steemit ist nicht die Welt

(Anmerkung von Paul: Doch! Lasst euch nichts erzählen!) Noch so ein komischer Satz. Natürlich hat das Schreiben bei Steemit Sinn und Zweck. Aber es bleibt nur ein Abbild der Welt und Eurer eigenen Wahrnehmung. Es gibt auf dieser Plattform (wie auf anderen sozialen Medien auch) jeden Tag irrsinnig viel neuen Inhalt. Das kann kein Mensch täglich schaffen, alles mitzubekommen.

Ohne Setzen von Prioritäten geht es also nicht. Und wenn draußen gerade wunderschön die Sonne untergeht, dann nehmt euch die Zeit, zuzuschauen, wenn es sich ausgeht. Danach fällt das Fokussieren dann auch wieder leichter, weil man gerade etwas schönes erlebt hat. Und wenn das einzige Werk des Tages ein Beitrag über diesen Sonnenuntergang ist, dann ist das eben so. Es ist auch wichtig, die eigenen Kräfte einzuteilen.

8. Nutzt die Kraft, die ihr habt

Nicht jeder der vorgenannten Tips ist in jeder Situation gültig – dieser auch nicht. Trotzdem möchte ich nicht auf den Hinweis verzichten, daß es sinnstiftend und befriedigend ist, sich einem Thema zu widmen, wenn man die Muße dazu hat. Manchmal bringt es mehr Energie für die nächsten Tage, sich einer begrenzten Aufgabe zu widmen, als sie der Erholung wegen zu ignorieren.

Steem on!