So kritisiert man richtig!

Kritik ist wichtig, denn sie kann Ausgangspunkt für Fortschritt und Verbesserung sein. Wo wären wir, ohne kritische Betrachtung? Kurz gesagt: wir, als einzelne Person, wie auch als Gesellschaft, wären nie so weit gekommen, hätten uns und unser Werk qualitativ wohl nie auf ein solch hohes Maß gebracht.

Kritik ist also im Grunde ein willkommenes Gut. Der größte Wert in Kritik ist also die Bereicherung; nicht die Diffamierung. Dies gilt es zu erkennen.

Was man sich bewusst sein muss, wenn man kritisiert

Viele Menschen sind sehr mit ihren Werken verbunden. Nicht nur der Künstler identifiziert sich mit seinem Werk – beinahe jeder Schaffende tut dies. Eine Kritik am Werk wird vom Kritisierten also oft als Kritik an der Person empfunden. Schließlich wurde das Werk nach bestem Wissen und Gewissen erschaffen, alle Fähigkeit hineingelegt. Man hat also das Beste aus sich herausgeholt. Und dieses, mein persönliches Stück, soll nun nicht gut genug sein? „Bin ich nicht gut genug?“, fragt sich ein Kritisierter nicht selten. Die Verbindung zwischen kritisiertem Objekt und dessen Schaffer sind also durchaus beachtenswert.

Der Ton macht die Musik. Die Stille aber den Raum.

Zum Thema „Der Ton macht die Musik“ brauche ich wohl keine Absätze erörtern. Dies greife ich in den zusammengefassten Kurztipps am Ende des Artikels nochmals auf.

Auch sollte klar sein: Sofern Kritik von einem gefordert ist, muss immer die Grundlage zur Kritik, die ausreichende Auseinandersetzung mit dem Kritikobjekt geschehen. Kritik ist sinn- und wertlos, wenn man das Objekt nicht ausreichend betrachtet hat. Auch kann Kritik kaum ernst genommen werden, wenn man merkt, dass der Kritisierende unzureichende Kenntnisse über das Kritikobjekt hat.

Kurz & knapp zusammengefasst:

 

  • Kritisiere ein Verhalten, nie aber eine Person.
  • Egal wie mild und gezuckert Kritik verpackt ist: Du hast keine/kaum Kontrolle darüber, wie dein Gegenüber deine Kritik auffasst. Der wahrgenommene Inhalt einer Nachricht ist nicht, was der Sender sendet, sondern was der Empfänger empfängt.
  • Menschen, die kritisiert werden, wollen sich zumeist erklären oder verteidigen. Das sollte ihnen auch zugestanden werden!
  • Kritik äußern ist wichtig – für das eigene Wohl und den Kritisierten.
  • Rückmeldungen sind unabdingbar für Veränderungen – auch wenn der Kritisierte vorerst verletzt ist.
  • Wer austeilt, muss aber auch einstecken können. Kannst du mit Kritik umgehen? ★

Wie kritikfähig sind wir wirklich?

Nicht nur eingehende Kritik ist gemeint, nein, auch wie gut kritisieren wir eigentlich?

Man schreibt seine Artikel, bemüht sich meist ganz kräftig. Aber nicht immer ist das Endergebnis das „Gelbe vom Ei“. Aber ist dann irgendwer in der Community so ehrlich und sagt dir offen die Meinung?

Du liest selbst einen Artikel, welcher schlecht recherchierten Inhalt darbietet, furchtbarste Rechtschreibung und noch schlimmere Grammatik enthält. Sagst du dann klar, was Sache ist?

Wohl zu beiden Szenarien ein fast 100%iges NEIN! Ich persönlich lese kaum in anderen Sprachräumen, also fehlt mir der internationale Vergleich. Aber was ich hier über die letzten Monate beobachtet habe, ist folgendes: Kritik ist UNERWÜNSCHT, äußerst selten und daraus folgend, kaum vorhanden. Bevor sich jemand verbal „anpatzt“ wird eher zu einem unkommentierten Flag gegriffen, als konstruktiv „klar Schiff“ zu machen.

Die seltenen Fälle in denen es zu offener Kritik kommt, sind „oft“ recht unkonstruktiv, gehen oft am wirklichen Thema vorbei, und werden schnell mal mit Beschimpfungen garniert.

Ob uns die ehrliche Meinung systembedingt wegerzogen wurde, mag ich gar nicht so recht beurteilen. Widerspruch ist schlecht. Eltern wollen sie nicht; die Kindergartentante genauso wie die Grundschullehrer quasi schon eine staatliche Institution, welcher man „nicht widersprechen“ darf. In frühen Jahren „eingebleut“, haben wir in unserer Gesellschaft den Widerspruch verlernt.

Und genau dieses Bild spiegelt sich hier meiner Meinung nach auf der Blockchain wieder. Hier zählt natürlich die Reputation und die Steempower. Die Kleinen trauen sich nicht aufzubegehren, weil sie zu viel zu verlieren haben, die Großen kosten das bisschen Macht nur allzu gerne aus. Wer im Real Life nichts zu melden hat, kann sich hier groß und mächtig fühlen. Es ist viel einfacher, mit gezielten Flags einen Aufbegehrer mundtot zu machen, als sich auf eine offene Diskussion einzulassen, in welcher man ja den „Kürzeren“ ziehen könnte. ★

Dein Problem, ein Problem, kein Problem?

Was passiert, wenn auf einmal geflaggt wird? Nur ein kleiner Scherz oder gleich der Umsturz der Meinungsfreiheit. STEEMillu hat sich mal auf einer Reise übergeben und nachgeforscht.

Vorwort: Dieser Artikel hat zwar auch meine Erfahrungswerte inne, dreht sich aber nicht um mich, sondern um die Systematik bei Steemit.

Großspurig sollte Steemit frei von Zensur sein. Was erstmal toll klingt, ist dann aber doch eher so ein Graugebiet. Ausgegraut sind nämlich die ja geflaggten, aber bei Gottes Willen nicht „zensierten“ Artikel bei Steemit. Versaut die Reputation? Jawoll, gib ihm!

Was bei Kaliber 50 SP und einem ominösen @dein-problem ja zumeist gerade mal einen Artikel ankratzt, sieht bei beispielsweise über 1,5 Millionen SP und @steemcleanersschon anders aus. Man kann nur hoffen, dass da niemand seine digitale Macht missbraucht und Autoren demotiviert und sich die Inhaltswelt entsprechend formt. Der Eine hat kein Regelwerk, der Andere dann aber eines, welches er mit Belieben auf 90 Prozent aller Inhalte anwenden könnte. Aber eben nicht muss.

Und genau das ist doch toll, oder? Da wird schon mal über die fehlenden Quellenverweise eines @themarkymark (als nur ein einziges Beispiel von Dutzenden: [gar Hunderten?]) hinweggesehen – ist ja Witness und habe ich ihn nicht in der Steemcleaners-Discord-Server gesehen? Besser sperrt man denjenigen aus, welcher so frech war und diesen Regelverstoß auf der Website von Steemcleaners gemeldet hat. Nicht, dass der weiter sowas meldet und das selektive Verhalten hier aufdeckt!

An dieser Stelle möchte ich kurz einwerfen: ist dies der Grund, warum da steht „Why you should vote me as witness“. Wegen der fehlenden Quellenverweise oder wegen der guten Connections zu @Steemcleaners?

Und jetzt die Frage: ist Quellen-Nicht-Hinschreiber @themarkymark die richtige Person, um eine „Global Blacklist API“ (https://steemit.com/steemhunt/@themarkymark/steem-global-blacklist-api-api-that-includes-multiple-steem-based-blacklist) zu organisieren? Das erinnert mich etwas an den lokalen Polizeichef. Aber ich wohne halt in Südamerika… Verstehste was ich damit sagen will? Erinnert mich halt… Eine zentrale Blacklist, welche diverse Blacklists vereint und von jedem Entwickler verwendet werden kann! Direkt vom unparteiischen, unabhängigen Vertrauensmann. Warte kurz: whaaaaaat!?

Erinnere ich mich da nicht an einen Witz bei Steemit (https://steemit.com/deutsch/@powerpaul/2-serienmoerder-in-einem-auto-or-was-tun-wenn-der-anhalter-labert-und-labert), welcher angeblich eine Kopie ohne Quellennachweis war? Ich kann mich nur schlecht erinnern, da es mir so ausgegraut nur erscheint. Wenn ich mich zwischen all dem Grau recht erinnere, war der Grund des erhaltenen Flags eine sehr fragwürdige Wunschdurchsetzung, für welche zum Glück ein halbwegs passender Vorwand gefunden werden konnte. Gott sei Dank hat man das veraltete Textdokument der Textdokumente (https://steemit.com/steemcleaners/@steemcleaners/abuse-guide-2017-update), welches doch fast immer irgendeinen Grund liefert. Demnach könnte man wohl sogar für die Flags von Steemcleaners noch Flags beantragen. Oder eben alternativ in deren Discord gehen, auf eine Erklärung warten oder sich beleidigen lassen – schließlich wird einem die Hilfestellung ja freundlich als Kommentar angeboten. Muss gesagt sein: klappt nicht immer, mit bester Diplomatie ist man aber auf gutem Wege sich fragen zu lassen „Wer zum fu** man sei“ (Ja, da hat man Interesse noch am Mensch!) oder gibt freudige Grüße für Mutter oder Schwester mit (die Welt ist ja klein, man kennt sich).

So, da war nun dieser, mein grässlich grauer Artikel. Ich bin durch dieses fragwürdige Flag von Steemcleaners auf mindestens 5 Blacklists gelandet bzw. wurde bei diversen Services ausgeschlossen – ohne auch nur eine einzige Benachrichtigung von auch nur einem Service. Darunter auch das Steem-Basic-Income. Wie sich herausgestellt hat, hat man die Entscheidung von Steemcleaners einfach blind übernommen. Von manchen Blacklists bin ich bis heute nicht verschwunden.

Und wer darf diese Macht haben? Wer sollte sie haben? Also ich mache mir jetzt hier auch eine Miliz auf. Ich besorge mir Leute, gebe ihnen Waffen und belohne sie, wenn sie Treffer landen. Richtig: bei Steemcleaners kann man sogar verdienen, wenn man User meldet. Also wenn man als Denunziant auftritt – lasst uns das mal klar betiteln.

Was aber tun, wenn zur Abwechslung nicht nur ein Account kommt, welchem wir angeblich vertrauen können, sondern welcher ganz offensichtlich diffamieren will. Ein einziger Account sich einkauft und auf den Gedanken kommt „Hier greife ich durch!“. Zensur fängt dort an, wo sich Leute nicht trauen, frei zu sprechen, ohne Angst vor Repression. Oder? Lass das mal sacken!

Wo wollen wir leben? Jaaaaa, großspurig. Wollen wir so agieren auf Steemit oder wollen wir Meinungsfreiheit als Wert schätzen? Manchmal habe ich das Gefühl, dass die größten Demokraten die extremsten Diktatoren sind. Ja, wir könnten die Dinge hinnehmen und einfach schweigen. Was die Masse in Deutschland aber verkackt, muss sich hier nicht spiegeln. Nur weil die Masse die Gusche hält oder der Einblick fehlt, muss ich das nicht auch tun. Im Gegenteil; es motiviert mich. Werter Leser, gerne geschehen.

Ob hier jemand die Blacklist… äääääh, das Ass in der Hand hat?
Was kostet die Welt? Und in SBD? Fragt sich nurnoch, wer die Kohle zuerst in die Hand nimmt. @dein-problem@steemcleaners oder das @amt-fuer-meinungsoptimierung. ★

Wir haben soeben beschlossen, zeitnah ein Sonderheft über, mit und auch von @Steemcleaners zu fertigen, in welchem wir Steemcleaners nicht zur zu Wort kommen lassen wollen, sondern auch wertvolle Informationen, Hilfestellungen und Kontaktmöglichkeiten bei Problemen, präsentieren wollen. Gespannt sein & ein Follow lohnt!

Steemit-Movie „The Social Revolution“ doch kein Scherz!

Der Steemit-Movie The Social Revolution, welcher im April des Jahres angekündigt wurde (samt Trailer), wurde kurz darauf wieder als Aprilscherz abgetan.

Aber auch das war eine absichtliche Fehlinformation für die Community (Anm. d. R: Wir berichteten letzte Ausgabe). Nun ist der fertige Film doch noch aufgetaucht in den Untiefen des Internets.

Was soll man jetzt davon halten?

 


Quelle: @limesoda

Ich weiß es nicht, denn am liebsten hätte ich Euch dieses üble Machwerk verschwiegen, aber im Sinne des freien Journalismus fühlen wir uns verpflichtet, meine/unsere Meinung kund zu tun.

Alle Filmfreunde der Blockchain haben ja vor Monaten mitbekommen, dass sich @limesoda für den vermeintlichen Aprilscherz verantwortlich zeichnete.

Nur das es eben kein Aprilscherz war, das ganze Projekt ging in Produktion – mit allem Drum und Dran!
Aber was kann denn daraus werden, wenn Österreicher irgendwas mit zum Thema Film in die Hand nehmen?
Genau, gar nichts! Die Katastrophe ist vorprogrammiert!

Leute ich kann Euch sagen, so etwas schreckliches, dilettantisches, zusammengewürfeltes, verpfuschtes, einfach schlecht gemachtes habe ich noch NIE in meinem ganzen Leben, WIRKLICH NIEMALS gesehen.
Ein absoluter Alptraum, das war tatsächlich noch um einen Ticken schlechter als ein aktueller Tatort aus bundesdeutscher Produktion. Man hätte sich in deutschsprachigen Landen wirklich spätestens Ende der 80er Jahre dazu entscheiden sollen, alle Filmkameras in den Ostblock zu verkaufen, denn dort kann man eindeutig mehr damit anfangen!

Offensichtlich fanden rund um Ostern Probevorführungen statt, die jedoch ausnahmslos desaströs verliefen. So wurde dann eben in weiterer Folge entschieden, das ganze Filmprojekt als lustigen Aprilscherz zu verkaufen. Und was sollen wir sagen – Eine unumstößlich richtige Entscheidung, es ist eben nur leider so – das Internet vergisst nicht – und so kommen Leichen immer wieder an die Oberfläche.

Die Handlung lässt sich einfach nicht beschreiben, der Schnitt ist unsagbar hektisch, sodass jede Szene unglaublich zerpflückt wirkt. Die Akteure agieren blass, die Musik ist dermaßen nichtssagend, dass man sie sofort wieder vergessen hat.

So bleibt als Fazit: Schuster bleib bei Deinen Leisten! Liebe Leute der Blockchain bleibt bei dem was Ihr könnt!

Wir werden Euch dieses Machwerk nicht verlinken, denn niemand sollte so stark bestraft werden. Alle Masochisten müssen sich selbst auf die Suche begeben, bzw. @limesoda mit massenhaft Upvotes bestechen. Und wenn es nicht um dieses “Werk” geht, sind diese auch mehr als verdient.

Film kann etwas wunderbares sein, dieser ist es nicht, aber gebt die Hoffnung nicht auf! Eines Tages werden wir einen Steemit-Movie bekommen, den man sich wirklich ansehen kann.

Geht mal wieder ins Kino!

Heimliches Zanken im Kindergarten?

Plakativ klingt es immer am geilsten: wir verrohen. Und verdummen. Also irgendwie. „Dumm“ ist oft auch nicht perfekt passend. „Sozial inkompetent“ trifft es teilweise gar besser. In Kombination sorgt irgendwie alles dafür, dass auf Steemit, so könnte man sagen, sich manchmal ein kindliches Verhalten auffinden lässt.

Jeder will die Süßigkeiten. Und wenn du sie auch willst, dann setze ich meine Ellenbogen ein. Wenn du mehr Schokoküsse gegessen hast, verpetze ich dich. Wenn du etwas besser kannst, sitze ich zuerst gekränkt in der Ecke, bevor ich versuche deinen Erfolg zu sabotieren. Und zu meinem Geburtstag und dem Kuchen lade ich dich nicht länger ein! „Pah, mir was wegnehmen wollen!?“

Im Interview hat STEEMillu mit Peter (Anm d. Red.: Name geändert) gesprochen, einem langjährigen Insider, welcher jedoch unerkannt bleiben möchte, da er durch gewisse Aussagen persönliche Nachteile fürchtet. Wir haben nachgefragt, wie es mit den aktuellen Entwicklung in Bezug auf ein gemeinsames Handeln auf Steemit aussieht.

STEEMillu: Hallo Peter. Danke, das du dir etwas Zeit genommen hast und mit uns über das soziale Miteinander bei Steemit, insbesondere im deutschsprachigen Raum, sprechen willst.

Peter: Kein Problem. Gerne. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht und finde es nicht schlecht, wenn man das Ein oder Andere auch mal ausspricht und auch offen hinterfragt.

STEEMillu: Seit wann bist du bei Steemit und wie bist du dort aktiv?

Peter: Ich selbst bin, auch mal mit kleiner Pause, seit Anfang 2017 auf Steemit aktiv. Als Leser und als Autor.

STEEMillu: Wir wollen etwas über das soziale Miteinander sprechen. Wo siehst du die Gemeinschaft heute? Aus unseren Vorgesprächen weiß ich, das du Unterschiede zu „früheren Zeiten“ monierst. Worin siehst du Unterschiede und wie wertes du diese?

Peter: Seit Anfang 2017 sind natürlich eine Menge Dinge entstanden, welche natürlich auch viel mit sich gebracht hat. Natürlich war früher die Benutzeranzahl viel kleiner. Da war es natürlich auch leichter, sich zu verbinden. Man kannte sich mehr oder weniger. Das hat sicherlich für einen guten Zusammenhalt gesorgt. Heute haben wir viel mehr User, was toll ist, aber eben die Situation verändert. In einer großen Gruppe von Menschen geht man natürlich aber auch leichter unter, wird anonymer.
All die Projekte, welche entstanden sind, weil sich fleißige User bemüht haben, ist natürlich genial. Auch wenn man sich nun bei Steemit eventuell leichter aus den Augen verliert, habe zumindest ich ein gewisses Gefühl von Zusammengehörigkeit. Natürlich gibt es auch viel Beef auf der Chain, die meisten User wissen sich aber wohl zu schätzen. Ich meine: wir brauchen uns schon alle gegenseitig hier, damit Steem langfristig wachsen kann. Das wissen wohl die Meisten. Aber das wollen eben auch nicht Alle.
Wenn wir über soziale Aspekte sprechen wollen, dann möchte ich in jedem Fall Discord ansprechen. Discord hält nämlich die Kontakte leicht aufrecht, welche man sonnst auch mal leicht übersehen würde. Nicht nur der normale persönliche Austausch dort. Ich denke, dass Discord viele Projekte und Menschen zusammenbringt. Es eignet sich halt einfach super, um sich auszutauschen und zu koordinieren. Dadurch wachsen dann auch wieder viele Projekte auf Steem, welche uns alle etwas bringen.

STEEMillu: Also alles Friede, Freude, Eierkuchen?

Peter: Ich weiß ja auf was du hinaus willst. Läuft hier etwas falsch? Natürlich hat man irgendwo seine Bekannte oder seine Lieblingsschreiber. Natürlich haben sich da Strukturen etabliert, ist doch ganz normal. Wenn wir beide uns kennen und gut verstehen, ja dann. Dann schaue ich halt eher mal auf dein Profil und folge dir, weil ich dich kenne. Ob das aber gleich ein Klickkreisel ist?

STEEMillu: Nein, ich finde nicht. Wie sieht es mit technischer Unterstützung aus? Es ist ja feststellbar, das gewisse Gruppen sich Hilfsmittel geschaffen haben, so könnte man meinen, um ihre Gewinne zu steigern.

Peter: Ja, sicher. Wer doch ein bisschen bastelt und will, bekommt doch eine Menge programmiert. Ich persönlich bin bei technischen Hilfestellungen zu mehr Gewinn auf Steemit gespalten. Einerseits gibt es ja wirklich Sachen, wo an die Community gedacht wurde. Andere Sachen sind halt eine reine Abzocke, wo es den Betreibern nicht um etwas langfristiges Cooles bei Steemit geht. Das plündert nicht nur den Rewardpool, sondern rückt „Techniker“ auch leicht ins falsche Bild. Also ich sage nicht offen, in wie weit ich mich mit Techniken beschäftige, weil ich nicht als Trickser dastehen möchte.

STEEMillu: Was sind das für Techniken?

Peter: Das sind zum Beispiel Bots/Befehle, welche man nicht groß publik macht oder eben nur im Freundeskreis teilt. Natürlich auch Absprachen, klar. Wobei Absprachen gar nicht immer nötig sind. Man kennt sich halt und schaut schon. Man muss ja auch nicht jeden Post seiner Freunde voten. Aber die Votes verteilen sich halt in einem gewissen Gebiet. Klassisch natürlich die öffentlichen Votingbots. Aber da sollte man es nicht übertreiben, da die oft nicht immer und überall gut ankommen.

STEEMillu: Was ist nun mit „Lästern, Zanken, Kratzen“?

Peter: Ich will mal so sagen: Steemit ist doch auch nur ein Abbild der Gesellschaft. Dementsprechend finden sich eben auch alle Charaktere hier. Klar, man hat hier nicht nur Freunde. Aber wirklich fiese Feindschaften gibt es hier doch kaum oder wenn, dann nur mal kurz. Da voten sich die Leute runter und gut ist. So eine Zankerei ist ja kaum der Rede wert und oft nach ein paar Artikeln auch wieder vorbei. Oder irre ich mich? Also zumindest hoffe ich, das alles so bleibt. Wenn ich natürlich mit großer Flagge in den Krieg gehe, dann muss ich mich nicht wundern, wenn auf mich geschossen wird. Und klar wird auch hier und da gelästert, wie das eben mit Menschen so ist. Der Eine ist so, der Andere so. Klar, das weiß doch auch jeder. Wer cool ist, beteiligt sich nicht dran und gut ist.

STEEMillu: Peter, habe Dank für deine Zeit und Einschätzung. Du hast noch ein letztes Wort an unsere Leser?

Peter: Ich meine, wir sollten uns alle wieder darauf besinnen, was uns hier etwas bringt. Steemit war und ist, kann sein, eine sehr angenehme Möglichkeit, Menschen zu treffen, sich auszutauschen und nebenbei ein paar Cryptos zu generieren. Wir sollten schauen, das es hier ein angenehmes Miteinander bleibt. Von Stress und Ärger haben wir nichts. Von Zusammenhalt aber eine starke Community, welche gemeinsam etwas bewegen kann. ★