Kolumne KW03

Welche Verantwortung hat STEEMillu gegenüber seinen Lesern? Sollten wir immer die vollständige Wahrheit berichten, auch wenn es nicht nur gute Dinge hervorbringen würde?

Zweifellos haben wir eine Verantwortung – so sehen wir das. Aber wo fängt sie an, wo hört sie auf? Sollten wir einschreiten, wenn User lügen? Sollten wir jede Schaumschlägerei kommentieren? Sollten wir jeden widersprüchliche Aussage eines Users abbilden? Auch wenn wenn wir ein „Gesellschaftsmagazin“ sind und gerade deswegen berichten müssten, sehe ich aus guten Gründen Grenzen unseres Handelns.

Warum Grenzen der Berichterstattung?

Wir sind nicht hier, um zu spalten. Wer uns nur 2 Ausgaben gelesen hat, hat wahrscheinlich verstanden, das wir uns als Communitymacher sehen – nicht als Communityspalter oder -zerstörer. Etwas zu formen, zu erhalten, aufzubauen, darin sehen wir einen Teil unserer selbst auferlegten Verantwortung.

Das ist jedoch keine Selbstzensur, da wir sie jederzeit bei Bedarf unser Schweigen brechen können, sondern eine Abwägung, was wieviel Aufmerksamkeit verdient. Wollen wir uns ärgern, Stimmung machen und hetzen oder wollen wir konstruktiv etwas bewegen? Die Antwort darauf, ist der Grund unseres Handelns.

Ob und wann wir diese Grenzen überschreiten?

Ja, tun wir. Müssen wir. Es ist kein Paradox: gerade weil wir die Verantwortung sehen, Heil der Gemeinschaft zu bringen, müssen wir auch unsere eigentlichen Grenzen überschreiten. Dies wird in der heutigen Ausgabe geschehen.

Es mag sein, das wir uns damit auch teils unbeliebt machen bei eben jenen Angeklagten und dessen Sympathisant, aber was soll ich tun? Nicht berichten, weil ich jemandem auf die Schuhe treten könnte, dafür aber zusehen, wie sich hier die Gemeinschaft verabschiedet? Das kann nicht unser Vorgehen sein!

Mir ist bewusst, das ich auch eine Verantwortung habe, die STEEMillu richtig und zukunftsfähig zu führen. Das kann aber nicht bedeuten, das wir immer die Klappe halten, um nicht anzuecken. So unschön es manchmal ist, muss ich abwägen zwischen dem Wohl der ganzen Gemeinschaft oder der „Begnadigung“ unsererseits, durch ein Unterlassen der Berichterstattung. Diesmal komme ich nicht umher: heute spreche ich. Nicht im Namen der STEEMillu, sondern im Namen des Paul und PowerPaul.

Eine gute Unterhaltung und bedachte Gedankengänge, das wünsche ich dir.

Bleibe sauber & sicher!